Diabetes mellitus – „die Epidemie des 21. Jahrhunderts“
Veränderte Essgewohnheiten, allen voran Fast Food, und zu wenig Bewegung sind in unserer Wohlstandsgesellschaft verantwortlich für die „Epidemie des 21. Jahrhunderts“: Diabetes mellitus, der sog. Zuckerkrankheit.
Was passiert?
Die häufigste Form, der Typ 2 Diabetes, tritt meist in der Lebensmitte auf. Begünstigende Ursachen sind erbliche Vorbelastung, Übergewicht und Bewegungsmangel. Dagegen rätseln Experten und Epidemiologen, warum die Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen (Typ 1 Diabetes) immer häufiger vorkommt. Im Gegensatz zum Typ 2 Diabetes ist der Typ 1 Diabetes eine Autoimmunerkrankung, d.h. das körpereigene Abwehrsystem richtet sich zerstörerisch gegen die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse. Beim Typ 2 verliert das körpereigene Insulin, das von der Bauchspeicheldrüse gebildet wird und das den Blutzuckerspiegel reguliert, zunehmend seine Wirksamkeit, das System ist überfordert.
Komplikationen
Die Stoffwechselstörung ist heimtückisch, denn sie tut nicht weh! Und, was keine Schmerzen verursacht, wird jahrelang nicht erkannt. Unbeobachtet entwickeln sich im Verborgenen unter anderem Schäden an Blutgefäßen (hoher Blutdruck, stummer Herzinfarkt, arterielle Verschlusskrankheit), Schädigungen der Augen (diabetische Retinopathie), der Nieren (diabetische Nephropathie) und Nervenschädigungen (diabetische Polyneuropathie). Einbezogen ist auch das Immunsystem (gehäufte Entzündungen).
Achtung: Der diabetische Fuß
Eine gefürchtete Komplikation ist die diabetische Polyneuropathie und in ihrem Gefolge der diabetische Fuß; jeder 4. Diabetiker ist davon betroffen. Infolge der gestörten Sensibilität werden kleinste Wunden und auch grössere Verletzungen nicht wahrgenommen. Die schlechte Durchblutung und ein geschwächtes Immunsystem verzögern die Wundheilung insgesamt und unterstützen die Ausbildung schlecht heilender Geschwüre (neuropathisches ulkus). Oft ist eine Amputation von Zehen oder des betroffenen Fußes unumgänglich.
Prävention
Diabetiker müssen sich mit besondere Sorgfalt ihren Füssen zuwenden. Tägliche Inspektion der Füsse und eine professionelle Fusspflege sind ein Muß! Bei rechtzeitiger Erkennung und fachkundiger Betreuung können Amputationen fast immer vermieden werden.
Mit den schnittfesten MAËL Protecting Socks gibt es endlich die Möglichkeit die Füße vor Verletzungen welcher Art auch immer zu schützen. Gleichzeitig ist das Gehen mit den Socks eine dauerhafte Druckentlastung für die Füße und damit eine sinnvolle Alternative bzw. Ergänzung zu orthopädischem Schuhwerk.
Zahlen
Erkrankten 1994 weltweit 110 Millionen Menschen an der Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus, waren es 2010 bereits 285 Millionen (6.4% der Weltbevölkerung), Tendenz steigend.
In Deutschland leben ungefähr 7 Millionen Menschen mit der Stoffwechselerkrankung. 90% davon sind Typ 2 Diabetiker, 5-10% verteilen sich auf den Typ 1.
In der Altersgruppe Kinder und Jugendliche bis zu 14 Jahren (Typ 1) werden jährlich zwischen 2100 und 2300 Neuerkrankungen registriert.
Von den 60.000 Amputationen, die in Deutschland jährlich durchgeführt werden, betreffen etwa 30.000 Diabetiker.
Weitere und umfassende Infos zum Thema Diabetes mellitus
Eine Reihe von Organen, Gesellschaften und Stiftungen haben sich national und international zum Ziel gesetzt, die Verbreitung des Diabetes mellitus zu bekämpfen und die Betroffenen zu unterstützen, darunter:
WHODeutsche Diabetes-Gesellschaft
Deutsche Diabetes-Stiftung
Deutscher Diabetiker Bund
diabetesDE
European Foundation for the Study of Diabetes
American Diabetes Association (ADA)
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